Floßfahrt auf der Wilden Rodach am 28.06.2008
Flossfahrt

 
Dieses Jahr führte die FF Plech wieder einen Ausflug durch. Ziel und Höhepunkt der Reise war eine Floßfahrt auf der Wilden Roddach.
Mit 48 Personen starteten wir um 8.00 Uhr am Marktplatz in Plech. Erste Station unserer Reise war das bayerische Brauereimuseum in Kulmbach. In den Gebäuden der ehemaligen Mönchshof Brauerei ist dort auf einer Fläche von insgesamt 3000 qm ein weitläufiges und interessantes Museum zum Thema Bier und Bierbrauen eingerichtet. Etwas schade fanden wir, dass die eigentlich gebuchten Führungen nicht stattfanden. Aber man konnte sich auch ohne Führung gut informieren und es gab Interessantes zu entdecken. Witzig fanden wir, dass im Brauereimuseum die Feuerwehren und deren Feste eine extra Erwähnung fanden. In der zum Museum gehörigen Gastwirtschaft konnten wir uns dann zu Mittag für den eigentlichen Höhepunkt unsere Reise bei Bierfleisch und anderen fränkischen Spezialitäten stärken.
Um 14.00 Uhr sollten wir uns dann an der Ablegestelle für die Flösse einfinden. Pünktlich angekommen, erwartete uns schon ein großes Hallo. In einem aufgestauten Bereich der Wilden Rodach erwartete uns schon eine Armada von über 20 Flössen, auf denen jeweils über 20 Personen Platz fanden. Mit energischen Lautsprecherdurchsagen wurden die Leute auf die Floßes verteilt und wir bestiegen mit 29 Frauen und Männern das Floss mit der Nr. 24. Da die Flösse für maximal 25 Personen ausgelegt sind, mussten wir etwas enger zusammenrücken, das stellte aber kein größeres Problem dar. Da saßen wir nun und harten der Dinge die da kommen sollten. Leider hatten wir an diesem Tag nicht das beste Wetter erwischt. Bei bewölktem Himmel, ca. 20 Grad und einem unangenehmen Wind mussten wir leicht fröstelnd noch rund 45 Minuten auf den Start warten. Dazu kam noch, dass aufgrund der (zahlenmäßig) starken Besatzung das Floss schon einen gewissen Tiefgang aufwies, und wir mit den Füssen bereits im kalten Wasser standen. Um 15.00 Uhr wurde dann die Schleuse geöffnet, und Floss für Floss trieb langsam auf das erste Wehr zu. Sehen konnten wir nicht was da vorne passierte, nur ein lautes Kreischen der Floßbesatzungen ließ uns erahnen, was uns bei der Fahrt über das erste Wehr erwartete. Sollten die Erzählungen tatsächlich wahr sein, dass man bei dieser Floßfahrt teilweise bis zur Brust ins Wasser eintaucht? Langsam aber sicher waren wir an der Reihe, wir fuhren auf das erste Wehr zu, und tatsächlich, beim Überfahren des Wehrs tauchte das Floss kräftig ins Wasser ein und wir waren schon mal bis zur Hüfte klatschnass. So ging es dann weiter, ruhige Abschnitte, in denen das Floss gemütlich dahin trieb, wurden immer wieder unterbrochen von Wehren, bei denen das Floss mehr oder weniger tief eintauchte. Und beim tiefsten saßen wir tatsächlich bis zur Brust im nicht gerade warmen und doch etwas trüben Wasser der Wilden Rodach. Aber es war dennoch für alle Beteiligten eine Gaudi und am Ende der ca. 45 minütigen Fahrt bekam beim Ausstieg jeder ein Flößer Diplom überreicht. Da wir gut vorbereitet wurden, hatte jeder Kleidung zum Wechseln dabei, so dass wir wieder trocken den Rest des Programms in Angriff nehmen konnten.
Was dann kam war allerdings ein große Enttäuschung. Als Rahmenprogramm zur Floßfahrt hatten wir eine „Gaudi im Flößerstadl mit Musik, Spielen und reichhaltigem warmen und kalten Buffet“ bestellt. Der Flößerstadl entpuppte sich als kleines, stickiges Bierzelt im Hof einer Gastwirtschaft und die Gaudi reduzierte sich mehr oder weniger auf Buffet mit Akordeonbegleitung. Zunächst dachten wir der Flößerstadl sei durch andere Gruppen schon belegt und wir wurden hierher abgeschoben, doch wie sich später herausstellte existiert ein Flößerstadl gar nicht, und die Gastwirtschaft, von der das Programm ausging, hat bei der Werbung nur maßlos übertrieben. Besonders enttäuschend war dies natürlich für die Personen, die nicht an der Floßfahrt teilnahmen und für die der Abend der Höhepunkt der Reise sein sollte. Glücklicherweise teilte die Feuerwehr aus Erkheim mit uns das gleiche Schicksal, und mit ihnen zusammen kam dann bei einigen Spielen wie Schubkarrenrennen und Tauziehen doch noch eine ganz gute Stimmung auf.
Um 20.15 Uhr traten wir die Heimreise an und um 21.45 Uhr kamen dann alle gesund und doch einigermaßen zufrieden wieder in Plech an.