Bericht der Jahreshauptversammlung am 22.11.2014



Die Anzahl der Einsätze der Feuerwehr hat sich im Vergleich zu 2010 fast verdoppelt: Von 24 auf 40 im aktuellen Jahr. Das teilte Kommandant Thomas Ferber bei der Hauptversammlung mit.

Besonders zeitaufwendig war demnach ein Waldbrand im Juli in Illafeld. Dort waren die Plecher Floriansjünger von 18 bis 1 Uhr morgens vor Ort. Ein durchschnittlicher Einsatz dauerte sonst nur 1,6 Stunden.

Am häufigsten rückte die Plecher Wehr wegen technischer Hilfeleistung (24 Einsätze) und Bränden (zwölf) aus. 24 davon entfielen auf die Autobahn. Insgesamt waren die 54 aktiven Feuerwehrleute 1929 Stunden im Einsatz, wobei neben dem Ausrücken (648 Stunden) ein großer Teil auch auf Weiterbildungen (404) und Übungsstunden (398) entfiel.

Das durchschnittliche Alter der Wehrleute beträgt 27 Jahre. Von den 54 Aktiven greifen zehn Frauen in das Geschehen ein. Ebenso viele Jugendliche leisten ihren Dienst bei der Plecher Feuerwehr. Eingetreten sind in diesem Jahr Tessa Ertel, David Elsner, Diana Marx und Sven Schade. Sabrina Richter ist zu den Erwachsenen übergetreten. Außerdem gab es Beförderungen: Marc Leinberger ist nun Löschmeister und Leiter einer Feuerwehr.

Das können auch die Mitglieder der Kinderfeuerwehr in einigen Jahren erreichen. Die 36 Kinder — sie sind momentan durchschnittlich sieben Jahre alt — treffen sich einmal pro Monat. Dann lernen sie neben der Brandschutzerziehung auch, wie man Saugleitungen verlegt. Aber auch Spiele und andere Aktionen, beispielsweise eine Faschingsfeier, kommen an jedem dritten Samstag im Monat nicht zu kurz, wie die Leiterin Kerstin Schöberl in ihrem Bericht erklärte.

Feuerwehrler bringen Opfer

Erstmals tauschten die Feuerwehrler im ablaufenden Jahr ihren Dienst am Faschingsball der Vereine: Sie übernahmen die Bewirtung in der Halle und der Sportverein kümmerte sich um die Bar. 2015 wird dann wieder getauscht werden.

Vorsitzender Georg Binder gab einen Sachstandbericht zu den Vorbereitungen des 150-jährigen Bestehens im kommenden Jahr: Schausteller sind bereits unter Vertrag und sieben Kapellen spielen beim Festumzug — darunter ein Spielmannszug aus dem Rheinland. Karten für die Veranstaltung, die Anfang Juni zusammen mit dem Kreisfeuerwehrtag stattfindet, sollen noch vor Weihnachten in den Vorverkauf gehen.

Für die „Opfer an Freizeit für Einsätze, Übungen, Fortbildungen und natürlich für die Eigenleistung am Gerätehausanbau“ dankte Bürgermeister Karlheinz Escher den Feuerwehrleuten bei der Versammlung.

Anschließend nahm er zusammen mit Kreisbrandrat Werner Otto und Kreisbrandinspektor Adolf Mendel einige Ehrungen vor: Jugendliche wurden für die Abzeichen beim Wissenstest (einmal Bronze, dreimal Silber) ausgezeichnet. Außerdem ehrten sie Kreisbrandinspektor Harald Schöberl für 25 Jahre aktiven Dienst. Karl-Heinz Schmidt wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Vorsitzender Georg Binder führte aus, dass Schmidt sich „über die Maße“ in die Wehr eingebracht hat: Im September 1970 ist er eingetreten und seit 1985 Löschmeister. In den Jahren 1986 bis 1992 war er stellvertretender Kommandant, dann bis 2003 Kommandant.
(Text aus den Nordbayerischen Nachrichten)