Jahreshauptversammlung am 23.11.2013


Die Feuerwehr ist nach wie vor stark gefragt. Im Berichtsjahr gab es nach Angaben des Kommandanten Holger Zagel bei der sehr gut besuchten Hauptversammlung im Gasthaus „Zur Traube“ 35 Einsätze (Vorjahr 34). Aufgeschlüsselt waren es 14 Brände, 16 Technische Hilfeleistungen und fünf Sicherheitswachen. Besonders ärgerlich die sieben Brandstiftungen, die immer noch nicht aufgeklärt sind. Zehn Mal spielte sich das Szenario auf der Autobahn, 17 Mal im Gemeindegebiet und acht Mal überörtlich ab.
Im Durchschnitt waren elf Aktive rund 1,6 Stunden unterwegs. Die Ausrückzeit lag wie gewohnt bei vier Minuten. Vorbereitet hatte man sich mit neun Übungen am Objekt, der Leistungsprüfung „Wasser“, sieben Terminen in der Atemschutzübungsstrecke und mit einem Kurs in Erster Hilfe. Ein Unterricht über Photovoltaikanlagen, eine Baustellenbesichtigung auf der BAB und eine Funkübung mit Spies rundete die Fortbildung ab. Lehrgänge für Verkehrsabsicherung, Sprechfunker, Truppführer, Maschinisten, Motorsägenführer, Atemschutzgeräteträger und Technische Hilfe waren auf den Bedarf zugeschnitten.
Nach den Zugängen von Simon Brade, Susanne Distler, Milena Heisinger, Fabian Hofmann, Tobias Koch, Marius Kreuzer, Thomas Schramm und Taha Zurnaci sind 53 Einsatzkräfte (zehn weiblich) registriert. Das Durchschnittsalter liegt bei 28 Jahren, die durchschnittliche Dienstzeit bei zwölf. 33 Aktive haben einen Kurs in Erster Hilfe, 23 den Führerschein für das große Einsatzfahrzeug LF8/6. Insgesamt wurden über 3100 Stunden (davon 617 Einsatzstunden) im Dienst am Nächsten erbracht.
Aktuell wird die Wehr auch zu medizinischen Notfällen alarmiert. Die Kommune beschaffte der Wehr Verbrauchsmittel für fast 5000 Euro.
Im nächsten Februar gibt es eine Defi-Schulung, am 17. Mai ist Leistungsprüfung in THL. Darüber hinaus sollen unter anderem neue WC`s, ein Geräteraum nebst Atemschutzpflegeraum am Gerätehaus angebaut und in 2015 der Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Bayreuth ausgerichtet werden.
Von 22 Ausbildungsterminen seiner neun Jugendlichen berichtete Thomas Ferber. Heuer steht noch der Wissenstest an. Im nächsten Jahr will man sich wieder an überörtliche Wettbewerbe heranwagen.
Mit „Feuereifer“ ist nach Kerstin Schöberl die 40-köpfige Kinderfeuerwehr bei der Sache. Die Brandschutzerziehung genießt Priorität.
Nach den Worten des Vorstandes Georg Binder gelten die Anstrengungen der nächsten Jahre vornehmlich dem 150-jährigen Jubiläum mit Kreisfeuerwehrtag 2015 vom 3. bis 7. Juli. Dafür sind bereits die Dorfrocker (Mittwoch) und die Isartaler Hexen (Samstag), sowie sechs Kapellen für den Festzug verpflichtet. Man will 3000 Gäste in zwei Zelten unterbringen. Am Freitag gibt es einen Beatabend.
Das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte und deren kurze Ausrückzeiten stellte Bürgermeister Karlheinz Escher ins rechte Licht. „Obwohl sich der beschlossene Gerätehausanbau etwas verzögert, sind die geforderten Fluchtwege bis Fasching fertig“, wagte der Rathauschef eine Prognose. Nötige Anschaffungen seien vom Gemeinderat beschlossen, Unterstützung beim Vereinsjubiläum selbstverständlich.
Diese Einstellung der Volksvertreter würdigte Kreisbrandrat Hermann Schreck auch im Namen seiner Mitstreiter Adolf Mendel, Harald Schöberl, Werner Otto und Roland Löb vom ASB-Jura als vorbildlich. Weiter streifte er das Pilotprojekt der modularen Ausbildung unterschiedlich großer Wehren, die Einführung des Digitalfunks und die erfolgreiche Jugendarbeit in Plech. Um mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte auf der BAB zu erreichen, setzte sich Schreck für die Beschaffung eines Verkehrssicherungsanhängers im Markt ein, obwohl die Strecke zwischen Hormersdorf und Weidensees ansonsten gut abgedeckt sei.
Schließlich ehrten Kreisbrandrat und Bürgermeister Manfred Rasser für 25-jährige aktive Dienstzeit mit Urkunde und Ehrenzeichen des Freistaates. Reinhold Meyer hält dem Verein seit 40 Jahren die Treue, Fritz Zagel seit 50 und Ernst Neufeld seit 60 Jahren.
Unter der Regie der drei Bürgermeister kürten die 37 Wahlberechtigten nach dem Rücktritt von Holger Zagel seinen bisherigen Stellvertreter Thomas Ferber einstimmig zum Wehrführer. Adjutant wurde Marc Leinberger, der heuer noch auf die Feuerwehrschule geht.
Nach dem Kassenbericht von Konrad Schmidt steht der verein finanziell auf gesundem Fundament. Reinhold Meyer und Philipp Schmidt holten  einstimmige Entlastung ein.