Unterkreisübung in Bernheck 21.9.12

„Eine Verpuffung bei Schweißarbeiten“ hielt am vergangenen Freitag rund 60 Feuerwehrleute aus der Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein/Plech in Atem.
Allerdings war das angetroffene Szenario im Schützenhaus Bernheck nur fiktiv und diente als Übungsziel im Rahmen der Aktionswoche.

Ausgelöst wurde der Alarm um 17.45 Uhr von der neuen Rettungsleitstelle in Bayreuth. Nach wenigen Minuten rückten die Feuerwehren aus Ottenhof und Plech an. Unter der Einsatzleitung des örtlichen Adjutanten Franz Leber rüsteten sich Atemschutzgerätträger aus, um die drei vermissten Personen im Keller (Kleinkaliberstand) zu suchen. Vom nahe liegenden Unterflurhydranten bauten die Aktiven über die Wasser führenden Fahrzeuge eine stabile Wasserversorgung zur Sicherheit der vorrückenden Kräfte auf. Zusätzliche Gerätträger aus Betzenstein halfen derweil, die Vermissten über tragbare Leitern aus ihrem „Verlies“ zu befreien. Sie wurden schließlich von den engagierten Helfern an die Verletzten-Sammelstelle getragen. Die nachrückenden Wehren aus Weidensees, Stierberg, Eichenstruth, Spies, Leupoldstein, Hüll und Ottenberg bauten eine Wasserförderung über rund 800 Meter Schlauchstrecke auf. Atemschutz und Wasserförderung übernahmen schließlich Holger Zagel (Plech) und Andreas Deinzer (Weidensees) als Abschnittsführer. Registriert wurden Gerätträger und Vermisste von Patrick Neufeld. Am Ende ergab sich eine stabile Wasserversorgung mit rund 1000 Liter pro Minute, ausreichend für fünf C-Strahlrohre.
Bei der „Manöverkritik“ erläuterte Kreisbrandmeister Werner Otto die Übung, die auf den Unterkreis 10 im Landkreis Bayreuth zugeschnitten war. Im Ernstfall sind nach Otto wohl auch die Wehren aus Velden, Neuhaus und Pegnitz einbezogen.
Auf das Motto der aktuellen Brandschutzwoche: Ich bin dabei – wo bleibst Du, ging abschließend Kreisbrandinspektor Adolf Mendel ein. Obwohl nach seinen Worten Bayern personell noch relativ gut aufgestellt ist, bat er alle Aktiven, Werbung in eigener Sache zu machen und vor allen auf Jugend sowie Migranten zuzugehen. Schließlich stünden geburtenschwache Jahrgänge allen Rettungsorganisationen ins Haus.
Mit dem Dank an alle Teilnehmer und dem Schützenverein für das Objekt entließ Mendel die freiwilligen Helfer in das Wochenende.

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