Jahreshauptversammlung am 19.11.2011

Entgegen dem allgemeinen Trend hatte die Freiwillige Feuerwehr Plech im Berichtsjahr mehr Brände als Technische Hilfeleistungen. Dies äußerte Kommandant Holger Zagel bei der jüngsten Hauptversammlung der Wehr im Gasthaus „Zur Traube“.
Im Einzelnen waren 13 Brände, fünf Technische Hilfeleistungen, sechs Sicherheitswachen und ein Fehlalarm zu verzeichnen. Darunter waren drei LKW-, acht PKW-, ein Böschungsbrand und ein Waldbrand zu bekämpfen. 14 Einsätze spielten sich auf der Autobahn, zehn im Gemeindegebiet ab. Unter Sicherheitswachen galt es für befreundete Vereine den Verkehr zu regeln. Darüber hinaus half man beim Johannisfeuer und bei der ADAC-Rallye aus. Eingesetzt waren im Durchschnitt zehn Wehrleute pro Ernstfall, die Einsatzdauer zog sich 90 Minuten hin und innerhalb von vier Minuten konnte man mit dem ersten Fahrzeug ausrücken.
Mit gezielter Ausbildung hielt man sich auf dem Laufenden. Zwei Gruppen legten die Leistungsprüfung „Wasser“ ab. Am Leistungsmarsch für Erwachsene in Bayreuth nahmen Anna Bergmann, Sarina Roberts, Stefan Rettner und Thomas Ferber mit Erfolg teil. Externe Lehrgänge besuchten Sebastian Richter als Truppführer, Nils Schiemann und Tobias Wich übten patientengerechte Rettung. Über die neue Wärmeschutzkleidung informierten sich Thomas Ferber und Patrick Neufeld, die Kommandanten besuchten die Schulung über falsche Taktik und Thomas Ferber, Marc Leinberger und Markus Pesahl probten die Zusammenarbeit mit dem THW. Darüber hinaus informierten sich einige Wehrleute über Photovoltaikanlagen. Felix Rettner und Tobias Wich ließen sich im Atemschutz ausbilden.
Derzeit leisten 50 Aktive, darunter zehn Damen, ehrenamtlichen Dienst. Susann Kreuzer und Sven Meisel sind neu eingetreten. Das Durchschnittsalter beträgt 28 Jahre, die durchschnittliche Dienstzeit der Aktiven 13 Jahre. Laut Statistik haben 19 Mann die Ausbildung als Gerätträger, 18 als Maschinist, 31 als Sprechfunker, 28 sind mit dem Defi vertraut und 23 haben den Führerschein für das große Löschfahrzeug. 400 Stunden verbrachte man bei Einsätzen, 1357 bei Übungen und Lehrgängen, 712 mit der Jugend und 691 für Sonstiges.
Für 4500 Euro stellte die Gemeinde neue Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung. In 2012 ist pro Monat mindestens eine Übungseinheit vorgesehen. Der Unterricht mit Kameradschaftsabend, der Kurs in Erster Hilfe nebst Defi-Auffrischung, die Leistungsprüfung THL und gemeinsame Übungen mit umliegenden Wehren runden den Terminkalender ab.
Von 48 Terminen für den Nachwuchs sprach Zweiter Kommandant Thomas Ferber. Man beteiligte sich mit unterschiedlichem Erfolg am Angebot des Landkreises Bayreuth. Für 2012 ist wieder die Teilnahme am Jugendleistungsmarsch, die Abnahme der Flamme (Stufe II), die Deutsche Leistungsprüfung sowie der Wettbewerb CTIF in Pegnitz angedacht.
Mit einer Änderung der Satzung ebnete man der Gründung eines Kinderlöschzuges unter Kerstin Schöberl den Weg. Abschließend dankte Kommandant Zagel allen Wehrleuten, die sich über Gebühr für den Verein als ehrenamtliche Helfer in den Dienst des Nächsten stellten.            

Der Feuerwehrverein ist aus dem öffentlichen Leben des Marktes kaum mehr wegzudenken. Neben der Gestellung von Einsatzkräften sorgt man mit diversen Veranstaltungen wie dem Ball der Vereine, einem Tag der Offenen Tür im Feuerwehrhaus und dem Weinfest nebst Kameradschaftsabenden für Kurzweil. Feste benachbarter Vereine besuchte man in Ottenhof, Höfen und Bayreuth. Eventuell gibt es in 2012 einen Ausflug.
Für das Jahr 2015 hat man sich um die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages beworben. Nach den Worten des Vorsitzenden Georg Binder geht es im nächsten Jahr bereits an die Feinplanung im Hinblick auf Kapellen und Zeltbetrieb.
Laut Kassenbericht von Philipp Schmidt steht der Verein dank der gut besuchten Faschingsveranstaltung und den regelmäßigen Papiersammlungen auf zwei gesunden Füßen. Die einstimmige Entlastung für den verhinderten Kassier Konrad Schmidt folgte auf dem Fuße.
Bürgermeister Karlheinz Escher dankte allen Aktiven für ihren Einsatz zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter. Er sicherte auch in Zukunft die Unterstützung des Gemeinderates zu. „Die Kommune steht hinter ihren Wehrleuten, nicht nur deshalb habe man eine Zusatzversicherung für nicht feuerwehrspezifische Arbeiten in beiden Wehren abgeschlossen. Als Mann vom Fach riet er von privaten Fotos mit Handys auf Einsatzstellen ab und warnte vor Übermut mit dem neuen Feuerwehrführerschein. Der gezielten Jugendarbeit von Thomas Ferber gewann der Rathauschef nur Positives ab.
„Die neue Integrierte Leitstelle hat ihre Feuertaufe bereits bestanden“ versicherte KBM Werner Otto aus Betzenstein. Darüber hinaus würdigte er die Präsenz der Plecher bei überörtlichen Veranstaltungen als vorbildlich. In das gleiche Horn blies auch KBI Adolf Mendel, der dem Bemühen um Nachwuchs Priorität einräumte. Besonders lobte er die Zusammenarbeit der Wehren im südlichen Landkreis bei den Einsätzen als vorbildlich. Zum neuen Feuerwehrführerschein bis 7,5 Tonnen führte er aus, dass im Landkreis Bayreuth ein anerkannter Fahrlehrer die Prüfungen abnehmen wird. Abschließend lud er zum Kreisfeuerwehrtag 2012 nach Bindlach und zu den verschiedenen überörtlichen Wettbewerben ein.

(Aus den Nordbayerischen Nachrichten vom 21.11.2011)