Jahreshauptversammlung am 20.11.2010

Die Einsatzzahlen der Feuerwehr pendeln sich konstant auf hohem Niveau ein. Dies wurde bei der Hauptversammlung im „Goldenen Herz“ deutlich. Insgesamt rief man die Wehr nach Angaben des Kommandanten Holger Zagel 20 Mal zum Einsatz.

Darunter waren fünf Fahrzeugbrände, elf technische Hilfeleistungen und drei Sicherheitswachen. Ein herkömmlicher Gebäudebrand wurde noch am Versammlungstag gemeldet.

Bei einer Hilfeleistung mit einem persönlich bekannten Geschädigten war das Krisen-Interventionsteam vor Ort hilfreich. Weiter galt es, nach einem Freitod den Tatort auszuleuchten, im Gewerbegebiet eine großflächige Ölspur zu beseitigen, Sandsäcke für Betzenstein bereitzustellen und das Dach der Kindertagesstätte vom Schnee zu befreien.

Nach den Worten des Kommandanten Holger Zagel spielten sich neun Einsätze auf der Autobahn ab, zehn im Gemeindegebiet. Eingesetzt waren im Durchschnitt zwölf Aktive rund zwei Stunden. Vier Minuten nach jedem Alarm rückte die Wehr aus.

Auf dem Ausbildungssektor verzeichnete man rund 40 Termine. Die Leistungsprüfung legte die Wehr mit 25 Teilnehmern in drei Gruppen ab.

Thomas Ferber, Nils Schiemann, Stephan Rettner und Robert Schönhöfer beteiligten sich am Fahrsicherheitstraining, Anna Bergmann und Florian Schmidt bildeten sich in Einsatzleitung weiter und Marco Beyerlein, Andreas Heisinger sowie Sebastian Schmidt belegten einen Funklehrgang.

Die Feuerwehrschule besuchten Thomas Ferber und Markus Pesahl. Über den Digitalfunk informierten sich die Kommandanten Holger Zagel und Thomas Ferber intensiv.

Derzeit leisten 48 Wehrleute aktiven Dienst, darunter sind neun Damen und neun Anwärter. Sabrina Richter, Lea Heisinger, Jan Fenske, Frederic Schönleben und Alexander Ditl konnten neu aufgenommen werden. Reinhold Meyer und Harald Heisinger wollen allerdings nach 37 beziehungsweise 30 Jahren im Ehrenamt kürzer treten.

Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt derzeit bei 29 Jahren, die Dienstzeiten bei 13 Jahren. 432 Stunden waren im Einsatz nötig, bei Übungen fast 1500 Stunden und für den Nachwuchs 540 Stunden.

Für 2011 sind neben den gewohnten Monatsübungen ein Unterricht mit Kameradschaftsabend, eine Erste Hilfe-Auffrischung und die Leistungsprüfung „Wasser“ ins Auge gefasst.

„Auf die Plecher Feuerwehr ist stets Verlass, der Unterbau ist stabil, die Jugendarbeit von Thomas Ferber hervorragend“ lobte Kreisbrandmeister Werner Otto die Wehr.

Für die Übernahme des Kreisfeuerwehrtages 2015 dankte Kreisbrandinspektor Adolf Mendel ebenso wie für die Ausrichtung der Abnahme der Jugendleistungsspange, die Teilnahme am Jugendleistungsmarsch in Spies und am Bezirksfeuerwehrtag sowie die Ablegung der Jugendflamme. Für den 14. Mai lud er zum Erwachsenenvergleich nach Bayreuth, für den 4. Juni zum Jugendleistungsmarsch nach Püttlach ein. Ein Jugendzeltlager ist ebenfalls in Vorbereitung.


Im Auftrag des Landrates ehrte Mendel anschließend Karlheinz Schmidt für 40 Jahre im Dienst. Dieser war nicht nur 20 Jahre Gruppenführer, sondern auch zwei Wahlperioden lang Adjutant und zwölf Jahre Wehrführer und im Vorstand. „Er hat die Wehr über Jahrzehnte entscheidend geprägt und auf schwierige Aufgaben vorbereitet“, so Mendel. Gemeinsam mit Bürgermeister Karlheinz Escher und Ausbildungsinspektor Harald Schöberl übergab er Ehrenzeichen und Urkunde. Vorsitzender Georg Binder schloss sich mit einer Urkunde des Vereins an, die auch Hans Schmidt für 40-jährige Mitgliedschaft nachgereicht wird.

(Text aus den Nordbayerischen Nachrichten vom 22.11.2010)

Die Feuerwehr Plech will 2015 den Kreisfeuerwehrtag ausrichten. Zur Vorbereitung und Ausführung sollen neben dem Vereinsausschuss auch Sarina Roberts, Helmut Herrmann und Philipp Schmidt ihre Erfahrungen im Festausschuss einbringen.

2011 soll es wieder einen „Tag der offenen Tür“ geben, bei dem sich befreundete Hilfsorganisationen ebenfalls vorstellen können. Im Herbst ist an ein Weinfest gedacht.

Dem Kassier Konrad Schmidt wurde einstimmige Entlastung zuteil. Bürgermeister Karlheinz Escher dankte in seinem Grußwort den Aktiven für ihren Einsatz.

„Die Kommune steht zu ihren Verpflichtungen sowohl in ideeller Hinsicht, als auch bei Beschaffungen“, sagte er und hob die fruchtbare Jugendarbeit von Thomas Ferber hervor. „Den Versicherungsschutz bei freiwilligen Arbeiten wird man neu überdenken müssen“, erklärte er abschließend für seinen Zuständigkeitsbereich.

Die Feuerwehr Plech ist nicht nur wegen ihres ehrenamtlichen Engagements eine geachtete Institution, sie ist auch aus dem gesellschaftlichen Leben des Marktes nicht mehr wegzudenken. Ob Faschingsball, Ausflüge, Kameradschaftsabende oder Altpapiersammlungen, der Verein ist stets aktiv.

(Text aus den Nordbayerischen Nachrichten vom 23.11.2010)

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