Jahreshauptversammlung am 24.11.2007

Auf ein bewegtes wie erfolgreiches Jahr blickte die Feuerwehr bei ihrer Hauptversammlung im Gasthaus «Traube» zurück. 24 Einsätze (Vorjahr 27) riefen die 47 ehrenamtlichen Helfer auf den Plan. Stolz ist man auf 13 Jugendliche.

Kommandant und Kreisbrandmeister Harald Schöberl rief multimedial die wichtigsten Ereignisse in Erinnerung. Unter den Einsätzen waren neun technische Hilfeleistungen, elf Brände und vier Sicherheitswachen. 14-mal war man auf der Autobahn eingesetzt. Insgesamt leisteten die Aktiven im Durchschnittsalter von 32 Jahren 365 Einsatzstunden. Neu eingetreten sind Kaja Roberts, Patrick Ernst und Norman Klinkert. Ausgeschieden ist Alexander Hinze.

Schwerpunkte im Dienstbetrieb waren die überörtliche Waldbrandübung, die Katastrophenschutzübung in Leupoldstein und die Inspektionsübung im «Fränkischen Wunderland» (die NN berichteten). Neben den üblichen Terminen besuchten Anna Bergmann und Patrick Neufeld einen Atemschutzlehrgang, Kerstin Schöberl widmet sich der Brandschutzerziehung in der Inspektion III und drei Gruppen unterzogen sich der Leistungsprüfung «Wasser».

Pflege und Wartung der Geräte eingerechnet kam man nach den Worten des Kommandanten auf 2950 ehrenamtliche Stunden. Die Jugend beteiligte sich mit gutem Erfolg am Leistungsmarsch in Waidach und am Kreisjugendfeuerwehrtag in Pottenstein, wo man die Bayerische Jugendleistungsprüfung ablegte. Erfolgreich trainiert wird der Nachwuchs in erster Linie von Thomas Ferber und Markus Pesahl. Sie sollen jetzt einen Gruppenführerlehrgang besuchen. Dank sagte Schöberl seinen engsten Mitstreitern und vor allem der Gemeinde für die gute Unterstützung.

Mit Urkunde und Ehrenzeichen des Freistaates wurde Konrad Schmidt für 25-jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet. Auf 20 Jahre brachten es bis dato Paul Ertel, Robert Schönhöfer und Holger Zagel. Mit Blumen bedankte sich Binder für die erfolgreiche Arbeit der Brandschutzerzieherin Kerstin Schöberl.

Für 2008 ist der Kameradschaftsabend am 4. Januar, der Ball der Vereine am 2. Februar, die Leistungsprüfung THL am 31. Mai, ein Ausflug am 29. Juni und der Kreisfeuerwehrtag in Speichersdorf geplant.

Bürgermeister Karlheinz Escher würdigte die Leistungen der zwei Plecher Wehren. Im Hinblick auf die Stationierung von drei Defibrillatoren werden noch geeignete Standorte gesucht. Dank sagte Escher für die Unterstützung beim Dorferneuerungsabschluss, dem Kinderfest auf dem Gottvaterberg und der Innenrenovierung des Gerätehauses. «Die Auslieferung der Beleuchtungsgeräte über die VG steht bevor», wusste er von Amts wegen und kündigte spezielle Lehrgänge für Motorsägenführer, Führungspersonal, Gespräche zur Stressbewältigung, aber auch die Fortführung der Jugendausbildung im Unterkreis an. Mit 50 Anwärtern stehe die Peripherie um Betzenstein/Plech im Moment sehr gut da.

«Obwohl unsere Wehrleute überdurchschnittlich oft auf die Autobahn gerufen werden, ist die Förderung durch den Freistaat weiterhin spärlich», klagte Bürgermeister Karlheinz Escher bei der Hauptversammlung. «Da müssen schon die Papiersammlungen einen Teil des Aufwandes abdecken», appellierte das Gemeindeoberhaupt an das Entgegenkommen der Bürgerschaft.

Das «Hickhack» um die Papiersammlungen der Vereine und die «Blaue Tonne» im Landkreis ließ der Vorsitzende Georg Binder Revue passieren. Nach seinen Worten konnte nach längerem Hin und Her bei Einhaltung sämtlicher Vorschriften eine tragbare Lösung für die Zukunft ge-funden werden. Man hofft allerdings, dass die Neuregelung nicht zum Nachteil des Vereins wird, der mit dem Erlös immer wieder freiwillige Leistungen finanziert.

In das Klagelied über die mangelhafte Förderung stimmte auch Kreisbrandinspektor Adolf Mendel ein, der sich eindeutig für ein Anheben der Zuschussquoten aussprach. «Aus finanziellen Gründen wird der Digitalfunk bei den Feuerwehren wohl noch zehn Jahre auf sich warten lassen», wagte er auch diesbezüglich eine Prognose und informierte, dass der Betreiber der künftigen Integrierten Leitstelle im Bayreuther Bereich noch nicht auserkoren ist.

Weitere Ausführungen seines Grußwortes befassten sich mit der rechtlichen Situation von Feuerwehrpendlern und der künftigen Altersgrenze (63 statt 60) der Floriansjünger. «Der Handy-Alarm ist sicher und hat viele Vorteile», ging Kreisbrandmeister Werner Otto auf die von vielen Landfeuerwehren gewünschte Alarmierungsform ein und bezeichnete die neuen Funktionswesten der Führungskräfte als eine feine Sache.

Texte aus den Nordbayerischen Nachrichten vom 26.11.2007